
monsterbrain
Ein Gehirn für dich und deine KI-Agenten
Ein Gehirn für Menschen und KI-Agenten: Wissen, Konzepte und Ergebnisse in einer klaren Ordnerstruktur.
Warum monsterbrain
Mit KI-Agenten zu arbeiten fühlt sich oft an wie mit einem sehr klugen
Kollegen ohne Gedächtnis. Jede Sitzung beginnt bei null. Was du gestern
erklärt hast, steckt in einem alten Chat, in einer CLAUDE.md, die immer
länger wird, oder in den Kommentaren zu einem Pull Request. Und irgendwann
weiß niemand mehr, was davon bestätigt ist und was nur ein Entwurf war.
Ich führe danwos mit KI-Agenten, die sich um Produkt, Technik, Marketing und Recht kümmern. Die brauchen einen Ort, an dem sie alle dasselbe Wissen finden – und an dem klar ist, was gilt. Daraus ist monsterbrain entstanden: ein einziger Ordner, den Menschen und Agenten gleichermaßen lesen und pflegen.
Ein Ordner, klare Schichten
monsterbrain ist kein Programm mit Datenbank, sondern eine Ordnerstruktur aus einfachem Markdown, YAML und JSON, versioniert mit Git. Jede Schicht hat eine klare Aufgabe und klare Regeln, wer dort lesen und schreiben darf.
| Ordner | Was drin liegt | Wer schreibt |
|---|---|---|
20_facts |
die geprüfte Wahrheit, auch verbindliche Texte | nur über eine Freigabe |
10_concepts |
laufende Arbeit, ein Ordner pro Konzept | frei, im eigenen Konzept |
30_outputs |
fertige Ergebnisse: PDFs, Folien, Seiten | nur zum Ablegen |
40_sources |
Belege und fremdes Material, unverändert | nur zum Ablegen |
50_assets |
Logos, Schriften, Vorlagen | nach Rückfrage |
90_archive |
erledigte Konzepte, Altbestand | nur durch Verschieben |
00_system |
Agenten, Skills, Vorlagen, Skripte | nach Rückfrage |
Jede Datei beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung. Ein Agent liest erst die, dann entscheidet er, ob er weiterliest. Das spart Tokens und hält den Kontext schlank.
Wie Wissen entsteht
Agenten schreiben nie direkt in die Fakten. Sie arbeiten in einem Konzept,
sammeln dort Belege, Entwürfe und offene Fragen. Erst wenn du das Konzept
freigibst, verteilt der Skill close-concept die Ergebnisse: Erkenntnisse
wandern in die Fakten, fertige Dateien in die Outputs, das Konzept ins Archiv.
Jeder Fakt steht an genau einer Stelle. Widersprechen sich zwei Aussagen, meldet der Agent das, statt zu raten.
Agenten und Skills
Jede Rolle ist eine einzelne Markdown-Datei: was sie tut, was sie liest, wo sie schreiben darf. Werkzeuge wie Claude Code laden diese Dateien direkt, es gibt keine zweite Konfiguration. Wiederkehrende Abläufe sind Skills – ein neues Projekt anlegen, ein Konzept abschließen.
Dazu kommt eine feste Lesereihenfolge: erst die Regeln, dann das Inhaltsverzeichnis des passenden Ordners, dann nur die Zusammenfassungen, und erst zum Schluss einzelne Dateien. Der Agent findet schnell, was er braucht, ohne den ganzen Ordner zu lesen.
Beruflich und privat, sauber getrennt
Ein Gehirn, mehrere Welten: Firma, Verein, Haus und Familie können im selben monsterbrain leben, jede in ihrem eigenen Bereich. Die Bereiche teilen nichts miteinander, jeder hat eigene Regeln, eigene Rollen und, wenn nötig, eine eigene Sprache. Ein Agent arbeitet immer in genau einem Bereich und sieht die anderen nicht.
Bei mir liegen so die Firma und die Gründung eines Vereins nebeneinander, ohne dass sich irgendetwas vermischt.
Sehen, wie alles zusammenhängt
Ordner und Dateien sind für Agenten ideal, für Menschen auf Dauer etwas mühsam. Deshalb bekommt monsterbrain einen Viewer: links der Dateibaum, in der Mitte die gerenderte Datei. Rechts oben zeigt ein Graph, worauf die Datei verweist und wer auf sie verweist, darunter stehen ihre Metadaten – Status, Tags, Schicht, letzter Commit.

Ein Klick auf einen Link oder einen Knoten im Graphen, und du bist in der nächsten Datei. Die Farben zeigen die Schicht, so siehst du auf einen Blick, ob ein Fakt sauber belegt ist und welches Konzept gerade daran arbeitet.
Zusammen mit deciwa
Agenten schreiben viel, und am Ende musst du es freigeben. Zusammen mit deciwa geht das schneller: du prüfst direkt auf der Datei, gibst Feedback oder bestätigst eine Aussage, und monsterbrain weiß, was davon gilt.
Was im Repository steckt
Das Repository enthält die komplette Struktur zum Loslegen: die Ordner, die Regeln für Agenten, Vorlagen, Skills, Rollen und ein paar Skripte. Dazu kommt ein Beispiel-Gehirn mit erfundenem Inhalt – eine kleine Designfirma und ein privater Bereich. Daran siehst du, wie alles zusammenspielt, die Tutorials bauen darauf auf, und es dient gleichzeitig als Testdaten.

example-brain/
├── AGENTS.md Regeln für alle Agenten
├── README.md hier geht's los
├── 00_system/ Skills, Vorlagen, Skripte
├── studio/ die Firma
│ ├── AGENTS.md
│ ├── 00_system/agents/
│ ├── 10_concepts/
│ ├── 20_facts/
│ ├── 30_outputs/
│ ├── 40_sources/
│ ├── 50_assets/
│ └── 90_archive/
└── home/ privat, sauber getrennt
Die Texte stehen unter MIT-Lizenz. Die Bilder von monsterbrain liegen in einem eigenen Ordner mit eigener Lizenz und bleiben geschützt.
Stand
Das Gehirn selbst läuft bei mir jeden Tag – diese Website ist darin geplant und gebaut worden. Das Repository zum Loslegen, der Viewer und die Verbindung mit deciwa folgen. In Blogbeiträgen erkläre ich nach und nach die einzelnen Teile.